Unter den so genannten „Sprintern“ versteht man Kraftfahrzeuge, die der Beförderung von Gütern dienen und deren zulässiges Gesamtgewicht einschließlich des Gesamtgewichts der Anhänger i.d.R. 3,5 Tonnen nicht übersteigt. Kleintransporter oder Kleinlaster werden oft als Pkw zugelassen, sodass sie nicht allen Sonderregelungen für Lkw, Sonntags- oder Nachtfahrverboten, Sozialvor-schriften und Genehmigungen nach dem Güterkraftver-kehrsgesetz unterliegen. Sie werden herstellerseitig teilweise sowohl mit den Voraussetzungen für eine Pkw- als auch für eine Lkw-Zulassung angeboten.

Die Attraktivität, Kleintransporter als Pkw zulassen zu können, erklärt sich folgendermaßen: Es gelten keine Einschränkungen durch Lkw-Verkehrsschilder, es fallen geringere Haftpflicht-Versicherungsprämien an und auch die Geschwindigkeitsvorschriften für Lkw sind nicht zu beachten. Warentransporte können auch an Sonn- und Feiertagen sowie nachts durchgeführt werden und die Fahrer müssen nicht über Zusatzqualifikationen (bspw. C1, CE, Grundquali-fikation) verfügen.

Um Fahrer und Unternehmer für die ständig steigenden Anforderungen im Transport-gewerbe fit zu machen, sind ganzheitliche Ansätze auf dem Gebiet der Transporter-sicherheit notwendig. Dazu gehört neben einer besseren Sicherheitsausstattung der Fahrzeuge eine verstärkte Aus- und Fortbildung der Fahrer.Denn auch Fahrer von Fahrzeugen unter 3,5t unterliegen den Sozialvorschriften d.h. Aufzeichnungspflicht der Lenk- und Ruhezeiten.

Unser „Fahrer-Qualifizierungsprogramm City-Logistiker“ vermittelt sowohl den Umgang mit Stress- und Belastungssituationen im Berufsalltag als auch Grundlagen der Ladungssicherung und der Fahrdynamik von Transportern bis 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht.

Die Themen des Fahrer-Qualifizierungsprogramms sind:

Fahrerlaubnis und Führerschein
Belastung und Beanspruchung
Ladungssicherung im Klein-LKw
Stress im Alltag
Ermüdung, Sozialvorschriften und Lenk- und Ruhezeiten

Wirtschaftliches Umfeld und

Organisation sowie Durchführung von Transporten

Im fahrpraktischen Teil werden richtige Sitz- und Spiegeleinstellungen am Transporter überprüft. Trainiert werden Rangier-, Brems- und Ausweichübungen sowie Kurvenfahrten und praktische Ladungssicherung im Kastenwagen.